Systemische Aufstellungsarbeit

Systemische Aufstellungsarbeit

Unter Systemischer Aufstellungsarbeit werden verschiedene Methoden bezeichnet um unbewusste Dynamiken innerhalb eines Systems sichtbar zu machen.

Als System versteht man in diesem Sinn z.B. die Familie oder ein Unternehmen. In der Aufstellung werden die einzelne Mitglieder eines Systems zueinander in Beziehung gebracht. In einer Familie z.B. die Mitglieder der Gegenwarts- oder Herkunftsfamilie, in einem Unternehmen die Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Produkte. Abstrakte Elemente wie z.B. Schmerzen, Symptome oder Wahlmöglichkeiten können ebenfalls aufgestellt werden. 

Die Art und Weise wie die einzelnen Mitglieder in Bezug zueinander stehen macht die Dynamik des Systems sichtbar. Dabei werden nicht die realen Mitglieder aufgestellt, sondern im Rahmen einer Aufstellungsgruppe neutrale Personen als Stellvertreter ausgewählt. In einem Einzelsetting übernehmen Hilfsmittel wie Figuren oder Platzhalter diese Funktion.

Durch die Sicht aus verschiedenen Blickwinkeln heraus, erfolgt ein tiefes Verständnis für die vorherrschende Dynamik und Lösungswege können aufgezeigt werden.

Die innerhalb eines Systems wirkenden Dynamiken haben einen großen Einfluss auf die Beziehungen der Systemmitglieder untereinander, sowie auf das Empfinden jeder Einzelnen. Ist das System in Harmonie, geht es allen Beteiligten gut. Wurde jemand ausgeschlossen, nicht geachtet oder gab es schwere Schicksale in der Familiengeschichte, hat dies Auswirkungen auf die Mitglieder und beeinflusst deren Denk- Gefühls- und Handlungsmuster. 

Auswirkungen von Dysbalancen in Systemen

Jedem System liegt eine bestimmte Ordnung zugrunde. Ist diese Ordnung gestört, kann sich dies in verschiedenen Symptomen zeigen. Darunter z.B.:

  • Streit und Konflikte mit Eltern, Partnern oder Kindern
  • Bindungsängste, ungewolltes Single-Sein, wechselnde Partner, Untreue
  • Gefühle: Schuld, Angst, Wut, Neid, etc.
  • Gefühl von Einsamkeit,  nicht dazu zu gehören
  • Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Depression
  • Schwierigkeiten seine Ziele zu verfolgen
  • Gefühl nicht im Leben anzukommen
  • Mobbing, Konflikte am Arbeitsplatz
  • Unterstützung bei Entscheidungen
  • Veränderungswünsche in Beruf oder Privatleben  
  • Körperliche Symptome, wie Anspannung


Ablauf eines Einzelsettings

Zu Beginn wird Ihr Anliegen sowie Ihr Wunsch nach einer guten Lösung möglichst Präzise formuliert. Im Einzelsetting arbeiten wir mit Platzhaltern, sogenannten Bodenankern, die Ihrem jeweiligen Anliegen entsprechend ausgewählt werden. Im Verlauf der Aufstellung bekommen Sie die Gelegenheit, sich in jede der Positionen einzufühlen, und so die herrschende Dynamik erfahren zu können. Durch das Bewusstwerden und die verschiedenen Perspektiven können nun Lösungswege aufgezeigt werden. 

Ein Einzelsetting dauert in der Regel ca. 60-90 Minuten. 

Möchten Sie Ihr Thema gerne in einer Gruppe mit  Stellvertretern anschauen, besuchen Sie gerne einen meiner offenen Aufstellungsabende.


Aufstellungsabende

Einmal im Monat biete ich einen Aufstellungsabend an. Hier können Sie Ihr Anliegen in vertrauensvollem Rahmen in einer kleinen Gruppe von maximal 8 Teilnehmern mit neutralen Stellvertretern bearbeiten, oder selbst als Zuschauer oder Stellvertreter teilnehmen.