Schmerztherapie 
nach Liebscher & Bracht

Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht ist eine moderne Behandlungsmethode, die auf einem völlig neuen Schmerzverständnis basiert. Der Schmerz hat die Aufgabe, den Körper vor drohender Schädigung zu schützen. Er dient als  Alarmsignal um uns zu sagen, dass wir etwas an unserem eingeschränkten Bewegungsprofil verändern müssen, um strukturelle Schädigungen an Wirbelsäule und Gelenken zu vermeiden. 

 

Über 90 Prozent der am häufigsten auftretenden Schmerzen sind solche Alarmschmerzen. Es handelt sich dabei um funktionelle Schmerzen, die ursächlich aus einer Fehl-Spannung von Muskulatur und faszialem Gewebe entstehen. Rückenschmerzen, Schulterschmerzen oder Knieschmerzen sind nur einige Beispiele hierfür.

Wie entstehen Schmerzen?

Durch unsere moderne westliche Lebensweise und zu wenig Bewegung trainieren wir uns im Laufe der Zeit Fehlspannungen und daraus entstehende Schmerzen regelrecht an. Damit ist nicht nur die Menge an Bewegung gemeint, sondern auch die Qualität der Bewegung. 

Wir nutzten den von der Natur aus möglichen Bewegungsradius in unserem Alltag und auch beim Sport nur noch zu 10 - 20% aus, weil wir immer dieselben Bewegungen machen und unsere Gelenke meistens nur engwinklig nutzen.   

So sitzen wir viel und gerne – beim Essen, im Auto, bei der Arbeit, auf dem Sofa, sogar beim Fahrradfahren oder Klavierspielen.  Wir sind also die meiste Zeit des Tages in einer vornübergebeugten Position. Sogar im Schlaf, wenn wir mit angezogenen Beinen auf der Seite liegen. 

Der fehlende Ausgleich 

Da die meisten Menschen diese Haltung selten richtig ausgleichen, kommt es zu Verkürzungen von Muskeln und Faszien auf der Körpervorderseite. Kopf und Schultern werden dadurch nach vorne gezogen. Die Gegenspieler, die Muskeln der Körperrückseite müssen noch kräftiger gegenhalten, um eine aufrechte Haltung zu gewährleisten. Diese hohen Zugkräfte geben Druck auf die Wirbelsäule, was in der Folge z.B. zu Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfall führen kann. 

Unterversorgung der Gelenke

Gleichzeitig führt Bewegungsmangel zu. Unterversorgung. Gelenken und Gewebe werden nicht ausreichend mit Nährstoffen und Flüssigkeit versorgt. Eine Voraussetzung dafür, dass Faszien und Gelenke geschmeidig bleiben.  Abfallstoffe können nicht ausreichend abtransportiert werden und es kommt zu Übersäuerung und Ablagerungen im Gewebe. Faszien verlieren an Elastizität und Muskeln können verspannen. Sie ziehen sich zusammen und „verkürzen“. Die Spannung steigt und die entstehenden Kräfte üben zusätzlich Druck auf die Wirbelsäule und Gelenke aus. Degeneration droht. Unser System warnt vor möglicher Schädigung und schaltet auf Schmerz. 

Der Körper ist in der Lage Verspannungen relativ lange zu kompensieren, bevor es zu Schmerzen kommt. Steigt jedoch die Spannung durch anhaltende Fehlbelastungen sowie weitere indirekte Schmerzfaktoren, wie z.B. psychische Belastung, Umweltgifte, schlechte Ernährungsgewohnheiten, immer weiter an, ist die Schmerzgrenze irgendwann erreicht. Oft reicht eine falsche Bewegung dann aus um den Schmerz auszulösen. Sie können sich das etwa wie einen Tropfen vorstellen, der das Fass zum Überlaufen bringt.


Spannungsabbau und Schmerzreduktion - die Behandlung

Mit der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht können Schmerzen reduziert und das Spannungsgleichgewicht des Körpers wieder hergestellt werden.  Die Therapie gliedert sich in drei Teile:

 

  • Osteopressur
  • Faszien-Rollmassage
  • Engpassdehnungen 

 

Nach einer ausfühlichen  Anamnese und der genauen Erfassung Ihrer Schmerzen, erfolgt die Behandlung, bei der akute oder chronische Schmerzen durch Druck auf bestimmte Rezeptorenpunkte am Knochen, der Osteopressur,  heruntergeschaltet und übermäßige Spannung der Muskulatur reduziert wird. Um beim oben genannten Beispiel zu bleiben, schöpfen wir mit der Osteopressur quasi so viel Wasser aus dem Fass, dass es nicht mehr überläuft.

Um nach der Behandlung das Therapieergebnis mess- und sichtbar machen zu können, dokumentieren wir Ihre Ausgangssituation.

Damit Sie dauerhaft schmerzfrei werden oder schmerzfrei bleiben können, integrieren Sie die Faszien-Rollmassage und die Engpassdehnungen in Ihren Tagesablauf. Sie sorgen so dafür, dass Ihre Muskeln und Faszien gedehnt und wieder geschmeidig werden und immer mehr überflüssige Spannung abgebaut wird. Bildlich gesprochen, schöpfen Sie damit noch mehr Wasser aus dem Fass.

Sie erhalten in meiner Praxis einen genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Übungsplan für Zuhause. Im Anschluss einer Behandlung erkläre ich Ihnen die Faszien-Rollmassage sowie die Engpassdehnungen ganz genau und übe sie sorgfältig mit Ihnen ein. Sie erfahren, worauf genau es ankommt und welche Bewegungen besonders wichtig sind um Ihre Schmerzen zu lindern. 15 Minuten täglich sollten Sie für die Übungen einplanen.

Bitte planen Sie für einen Ersttermin ca. 90 Minuten ein und tragen Sie leichte und bequeme Kleidung, wie z.B. Leggings oder Sportkleidung.

Die richtige Bewegung – worauf es ankommt 

Bei unserer einseitigen Lebensweise ist es besonders wichtig auf Ausgleich zu achten. Mit vielen Ausdauer- und Kraftsportarten fördern wir zwar Kondition und Kraft, schaffen aber nicht den notwendigen Ausgleich zu unseren alltäglichen Bewegungsmustern. Beispielsweise sind wir beim Radfahren oder Joggen immer noch in der Hüftbeugung. Auch beim Krafttraining behalten wir immer einen Rest an Spannung zurück, die sich nach und nach aufsummiert, wenn nicht richtig und genügend gedehnt wird. Darüber hinaus ist es wichtig darauf zu achten, alle möglichen Bewegungswinkel unserer Gelenke auszuschöpfen und zu trainieren. 


Die Engpassdehnungen

Mit den Engpassdehnungen sollen genau diese Bewegungen ausgeführt werden. Es sind spezielle Dehnübungen in genau definierten Übungswinkeln, die das muskulärfasziale Gewebe an Körperstellen dehnen, an denen sich Verspannungen häufig schmerzhaft auf den Körper auswirken. Da unsere Faszien Zeit zum Nachgeben benötigen, werden alle Positionen der Engpassdehnungen sehr lange gehalten und ganz langsam wieder gelöst.

Durch kontinuierliches Training erlangen Muskeln und Faszien ihre natürliche Elastizität zurück, Verkürzungen können sich zurückbilden und verklebte Faszien lösen. Dadurch kann die Zwischenzellflüssigkeit besser zirkulieren, was besonders für die Ernährung unserer Gelenke sowie zum Abtransport von Gift- und Abfallstoffen aus dem Gewebe wichtig ist. 

  

Die Faszien-Rollmassage

Mit der Faszien-Rollmassage bereiten wir Muskeln und Faszien optimal auf die Engpassdehnungen vor. Das Gewebe wird sanft vorgedehnt, ein Austausch der Zwischenzellflüssigkeit angeregt und der Stoffwechsel aktiviert.

 

Bewegung in der Gruppe - gemeinsam macht es mehr Spaß!

Werden Sie Teil einer meiner Schmerzfrei-Übungsgruppen! In kleinen persönlichen Gruppen  üben, korrigieren und intensivieren wir Engpassdehnungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Ich leite Sie an, korrigiere wo nötig und motiviere Sie kontinuierlich Ihre Grenzen zu erweitern. Hier erfahren Sie mehr


Warum Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht? 

  • geeignet für über 90 Prozent aller Schmerzen
  • die Erfahrung zeigt, dass auch Schmerzen bei Arthrose und Bandscheibenvorfall gut behandelt werden können, da die Schmerzen oft nicht durch die Diagnose selbst, sondern durch eine zu hohe Spannung der Muskulatur verursacht werden 
  • behandelt funktionelle Schmerzen ursächlich und kommt ohne Medikamente und invasive Eingriffe aus
  • gibt Anleitung und Hilfe zur Selbsthilfe. Sie erhalten das Rüstzeug, um immer beweglicher,  freier und selbständiger zu werden.

 

Anwendungsbereiche

  • Kopfschmerzen, Migräne, Augen-, Kiefer- und Gesichtsschmerzen, Trigeminusneuralgie, Tinnitus, Zähneknirschen
  • Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, HWS Syndrom
  • BWS Syndrom, Interkostalneuralgie, Skoliose, BWS- und Schulterschmerzen, Kalkschulter, Frozen Shoulder, Impingement Syndrom, Schulter-Arm-Syndrom
  • Ellbogenschmerzen, Tennis- und Golferellenbogen
  • Hand- und Fingerschmerzen, Karpaltunnelsyndrom, Sehnenscheidenentzündung
  • Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, LWS- und ISG-Schmerzen, Hexenschuss, Ischialgie
  • Beckenschiefstand, Hüftschmerzen, Hüftarthrose, Leistenschmerzen
  • Gesäßschmerzen
  • Bein-, Oberschenkel- und Knieschmerzen, Kniegelenksarthrose, Schmerzen der Kniekehle, Schienbeinschmerzen
  • Achillessehnenschmerzen, Fußschmerzen, Fersensporn, Hallux Valgus
  • Eingeschränkte Beweglichkeit, Arthrose, Fibromyalgie


Kann ich noch mehr gegen meine Schmerzen tun?

Definitv ja! Neben unseren Bewegungsgewohnheiten gibt es noch weitere Faktoren, die großen Einfluss auf unser Schmerzempfinden haben können. Kurz gesagt, alles was unseren Körper stresst, erhöht den Muskeltonus, bzw. unseren Spannungslevel und füllt damit – um beim Bild zu bleiben - unser Fass immer ein kleines bisschen mehr.

 

Hier ein paar Beispiele:

Unsere Ernährung

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Ungesunde und einseitige Ernährung, Zigaretten, Alkohol
  • Übersäuerung 
  • Entzündungen

Unsere Umwelt

  • Wohn- und Umweltgifte
  • Elektrosmog
  • Lärm

Unsere Psyche 

  • Konflikte in Partnerschaft und Familie
  • Überlastung in Beruf
  • Zu hohe Anforderungen 
  • Zeitdruck
  • Stress, Mobbing, ungewollte Einsamkeit
  • Trauer, Wut, Verzweiflung

  

Versuchen Sie, möglichst viele der für Sie ungünstigen Faktoren zu beseitigen und somit den Spannungslevel zu reduzieren.

 

Gerne unterstütze ich Sie beratend zum Thema Ernährung und Umwelt. Mit systemischer Aufstellungsarbeit finden wir bei emotional belastenden Situationen gemeinsam Lösungswege für mehr inneren Frieden, Kraft und Gelassenheit. 

Praxis für Schmerztherapie 

Yvonne Ott | Gutshofstraße 8 | 13465 Berlin-Frohnau

Telefon 030 40109156  

y.ott@schmerztherapie-frohnau.de